Sonntag, 4. Juni 2017

The amazing Silisponge

Mittlerweile gibt es unzählige Möglichkeiten und Wege Foundation aufzutragen. Die altbekannten kleinen Schwämmchen wurden mit der Zeit abgelöst von Make-up Eiern, Beautyblendern und
Foundationpinseln aller Art. Meine persönlichen Favoriten sind hier seit Jahren der Original Beautyblender oder der Real Techniques Miracle Complexion Sponge. Doch nun soll ein neues Beauty-Tool den Markt revolutionieren. Es handelt sich hierbei um den Amazing Silisponge. Erhältlich ist er mittlerweile bei dm, Douglas oder Flaconi

Der Silisponge besteht aus, wie der Name schon vermuten lässt, reinem unbehandeltem Silikon. Dieses ist mit einer speziellen Außenhaut überzogen. Mit enthalten ist ein kleines praktisches Kunststofftäschchen für unterwegs. 

Das Ganze erinnert irgendwie an eine Art Mini-Brustimplantat und ich konnte mir nur schwer vorstellen, wie der nierenförmige Schwamm funktionieren sollte. Als ich ihn dann das erste Mal in der Hand hatte und gemerkt habe, wie flexibel und biegsam er tatsächlich ist, war ich nicht mehr ganz so voreingenommen. 

Und der Silisponge verspricht so einiges an Vorteilen gegenüber anderen Make-up Tools. In erster Linie soll er durch die glatte Oberfläche viel hygienischer und einfacher zu reinigen sein. Außerdem soll man nur einen Bruchteil der üblichen Menge Foundation verbrauchen im Vergleich zu einem Foundationpinsel oder Beautyblender. Auch Concealer oder flüssiger Highlighter lassen sich mit ihm auftragen.

Tatsächlich habe ich für mein komplettes Gesicht nur die oben gezeigte Menge an Foundation verwendet. In der Regel brauche ich sonst das Doppelte an Produkt. Der Auftrag gestaltete sich jedoch sehr mühsam. Die Foundation wird, wie mit dem Beautyblender, in die Haut eingetupft... und das dauert und dauert und dauert. Zumindest, wenn man ein schönes und ebenmäßiges Ergebnis erzielen möchte, denn mit der glatten Oberfläche schiebt man die Foundation mehr von links nach rechts, als das man sie gezielt einarbeiten kann. Auch an Partien wie der Nase, dem Haaransatz oder unter den Augen gestaltet sich der Auftrag eher schwierig. Die Reinigung erwies sich jedoch als ganz unkompliziert. Mit einem feuchten Kosmetiktuch oder unter warmen Wasser hatte ich den Silisponge sekundenschnell wieder im Neuzustand.

Letztendlich muss ich sagen, dass ich wohl kein großer Fan des Amazing Silisponges mehr werde. Sicherlich hat er viele tolle Vorteile gegenüber der anderen Tools, aber was nutzen mir diese, wenn das Ergebnis im Gesicht einfach nicht schön aussieht? Jedes Mal habe ich das Ergebnis mit dem Beautyblender nacharbeiten müssen, weil die Foundation so ungleichmäßig verteilt wirkte und sich anschließend nur schwer vernünftig setten liess. Auch der typische Airbrush-Effekt blieb leider aus. Ganz zu schweigen vom Zeitaufwand. Ich bleibe wohl dem Beautyblender vorerst treu, bis zum nächsten verrückten Trend.

Habt ihr den Silisponge schon ausprobiert? Womit tragt ihr am liebsten eure Foundation auf?

Eure annewandakatharina